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Ohne Geld & Ohne Gewerbe in Deutschland mit Dropshipping Starten

von Tim Kock

Alternativer Titel: Wie du deine eigene Kaffee Marke mithilfe von Dropshipping gründest

Haftungsausschluss: Ich bin kein Anwalt. Was nun folgt ist lediglich eine persönliche Empfehlung.

Ist es wirklich möglich legal in Deutschland ohne Gewerbeschein mit Dropshipping zu starten?

Die Antwort: Ja, es ist möglich – unter bestimmten Voraussetzungen.

Dieser Post zeigt dir auf praktische Art und Weise, haargenau, wie du diese Voraussetzungen erfüllst.

Das Rechtliche zuerst:

In Deutschland bist du lediglich dann verpflichtet ein Gewerbe anzumelden, wenn eine “Gewinnerzielungsabsicht” vorliegt.

Bedeutet: Wenn du mit deinem Unternehmen wiederkehrende Gewinne erzielen möchtest, musst du ein Gewerbe anmelden. §15 EStG[*], §14 GewO[*] regeln dies.

Eine Gewinnerzielungsabsicht haben Unternehmen natürlich immer. Auch du wirst sicherlich Geld verdienen wollen mit deinem Business. Doch wir gehen so vor, dass wir ohne Gewinnerzielungsabsicht starten und erst dann ins aktive Handeln (Verkauf von Waren über deinen Online Shop) kommen, wenn wir den Bedarf nach deinen Produkten validiert* haben.

*Validieren = Herausfinden, ob ein tatsächlicher Bedarf herrscht.

Wenn du wirklich mit 0€ anfangen möchtest, gibt’s einen legalen (und tatsächlich Marketing-technisch extrem schlauen) Weg, welcher es dir erlaubt trotzdem deine Business Ziele zu erreichen:

E-Mails zur Business-Validierung sammeln.

Klartext: Wir bieten (vorerst) keinerlei Produkte zum Verkauf an.

Bedeutet, dass wir die E-Mail Adressen von Personen sammeln, welche an unserem späteren Business interessiert sind und sogar mit erhöhter Wahrscheinlichkeit Kunden werden könnten. Dies hat nicht nur den Effekt, dass wir genau WISSEN, dass unser Business ein Erfolg werden kann, sondern auch, dass wir bereits ein Publikum (E-Mail Liste) haben, welches wir KOSTENLOS für unser Marketing nutzen können. Mit nur einem Klick können wir später eine E-Mail schreiben und erreichen direkt die Menschen, die an dem was wir tun interessiert sind.

Das Ganze praktisch umzusetzen ist tatsächlich gar nicht so schwer.

Da wir uns in Deutschland befinden und Dropshipping aus Fernost (zum Beispiel aus China über AliExpress) mit einem deutschen Unternehmen rechtlich nur sehr schwer tatsächlich zu realisieren ist, behandeln wir nun das Beispiel als ob wir Kaffee dropshippen* möchten. Es gibt genug deutsche Lieferanten/Röstereien, die einen Dropshipping Service anbieten. Der Vorteil hieran ist nicht nur der rechtliche Aspekt, sondern auch schnelle Lieferzeiten und private Labeling (dein Logo / Business Namen auf deinen Produkten).

*Später in diesem Post findest du selbstverständlich auch Links zu deutschen Dropshipping Anbietern.

100% Transparenz: Mein Content ist kostenlos für dich. Dennoch möchte ich dich darauf hinweisen, dass du auf dieser Seite Affiliate Links findest. Wenn du über die von mir zur Verfügung gestellten Links ein Produkt/Software erwirbst, erhalte ich dafür eine kleine Provision. Dich kostet dies nichts extra. 

Schritt 1: Produkt Mockup Erstellen

Ein “Mockup” ist eine grafische Darstellung unseres späteren Produkts. Quasi eine Art “fake”-Produktfoto. Dieses werden wir nutzen um potentiellen späteren Kunden unseres Businesses zu zeigen, was wir eigentlich vorhaben.

Hier ein Beispiel:

Es ist unschwer zu erkennen, dass wir “Dropshipping Kaffee” verkaufen möchten.

Um solch ein Mockup zu erstellen müssen wir weder einem Designer viel Geld zahlen, noch selbst große Design-Kenntnisse besitzen.

Es gibt zahlreiche kostenfreie Mockup-Vorlagen, welche wir mithilfe von Adobe Photoshop ganz einfach bearbeiten können, sodass sie voll und ganz unseren Wünschen entsprechen.

Im folgenden Video erkläre ich dir Schritt für Schritt wie du ohne Vorkenntnisse dein eigenes Produkt Mockup in wenigen Minuten erstellen kannst:

Ziemlich einfach, oder? 

 

Für das Kaffee Beispiel aus dem Video habe ich dieses kostenfreie Mockup verwendet.

Eine von vielen weiteren Möglichkeiten wäre auch eine eigene Nahrungsergänzungsmarke als Dropshipping Unternehmen zu starten:

[Sowohl für Kaffee, als auch für Nahrungsergänzungsmittel findest du hier Links zu deutschen Dropshipping Lieferanten.]

Zurück zu unserem Kaffee-Beispiel.

Nachdem wir nun das Mockup unseres Produktes erstellt haben, kümmern wir uns darum eine Landingpage zu basteln, auf welcher unsere potentiellen Kunden uns ihre E-Mail Adressen geben können.

Schritt 2: Landingpage Erstellen (und mehr)

Damit wir auch E-Mail Adressen sammeln können, benötigen wir eine ganz schlichte Website mit ein paar Informationen zum Business und einem Feld zum Eintragen einer E-Mail Adresse.

Diese Website, auch Landingpage genannt, werden wir mithilfe des E-Mail Tools ConvertKit erstellen. Dort werden wir unser Vorhaben (eine Kaffee Marke zu starten) präsentieren um dann mithilfe von kostenlosen Marketing Methoden zu testen, ob es Personen gibt, die an unserem Kaffee, beziehungsweise unserer Marketing-Herangehensweise* interessiert sind.

*Marketing-Herangehensweise: Als Dropshipper verkaufen wir alle oft sehr ähnliche (oder sogar die selben) Produkte. In unserem Kaffee-Beispiel bedeutet dies, dass wir nicht herausfinden möchten, ob jemand Kaffee als Solches kaufen möchte, sondern dass wir rund um unseren Kaffee ein “Thema” aufbauen. Für uns gilt es also lediglich herauszufinden, ob dieses Thema im Bezug auf unser Produkt funktioniert.

Für unser Kaffee Beispiel wählen wir einfachheitshalber das Thema “Dropshipping” – sozusagen “die Bohne für mehr Erfolg”.

Zuallererst registrieren wir uns bei ConvertKit. Über diesen Link erhältst du eine kostenlose 14-tägige Test-Version.

Im folgenden Video erkläre ich dir Schritt für Schritt wie du mithilfe von ConvertKit in nur wenigen Minuten eine Landingpage für dein Dropshipping Business erstellst:

Hier nochmal der Ablauf um eine Landingpage mithilfe von ConvertKit zu erstellen:

  1. Klicke auf “Forms”
  2. Gehe weiter über “New Form”
  3. Wähle “Landing Page”
  4. Wähle ein Template aus (Ich empfehle “Park”)
  5. Klicke auf das Platzhalter Bild und füge das Mockup ein
  6. Schreibe eine Headline, Sub-Headline und etwas Text zum Produkt
  7. Passe gegenbenfalls die Farben an
  8. Klicke unten rechts auf “Powered by Convertkit” und entferne den Haken bei “Show Powered By Link”
  9. Klicke oben rechts auf “Save”
  10. Klicke links neben “Save” auf “Share”
  11. Kopiere den angezeigten Link (beginnt mit “https://pages.convertkit.com/”)

Dieser Link ist der direkte Link zu deiner Landingpage die wir ab sofort mit unseren potentiellen Kunden teilen können.

Es empfiehlt sich an dieser Stelle direkt eine automatisierte E-Mail für alle neuen Subscriber zu erstellen in denen wir ihnen fürs Einschreiben danken und schon jetzt Mehrwert zu bieten. Dies hilft uns dabei, stärker im Gedächtnis unserer potentiellen Kunden zu bleiben.

Dieser “Mehrwert” kann in mehreren Formen auftreten. Sei es nun durch inhaltlich sehr wertvollen Content (dein eigener oder Empfehlung anderer), Pre-Sale Rabatte, einem Gewinnspiel oder sogar einem Empfehlungs-Belohnungs-Programm. Hierauf genau einzugehen würde die Komprimierung dieses Themas auf das Wesentliche in diesem Post zerstören. 

Wie du eine automatisierte E-Mail mithilfe von ConvertKit erstellst, siehst du im folgenden Video:

Damit hätten wir dann auch schon die technischen Dinge erledigt und kommen langsam aber sicher zur Vermarktung unserer Idee.

Schritt 3: Instagram Seite Aufbauen

Da wir komplett mit null Followern auf Instagram anfangen und somit keinerlei Online-Reputation besitzen, ist es umso wichtiger, dass unsere Instagram Seite vernünftig aussieht.

[Falls du noch keinen Business Namen und/oder Logo hast, welche du für Instagram verwenden kannst, lassen sich beide mithilfe von einem Namens-Generator und Logo-Templates von Canva schnell erstellen.]

Die Bio sollte schnell erkennen lassen was du verkaufen möchtest und, wenn möglich, zu deiner Zielgruppe passen.

Unser Beispiel ist “Dropshipping Kaffee”; daher macht es Sinn, wenn wir beides miteinander in Verbindung bringen und eine Bio auf Grundlage dieses Ergebnisses erstellen. Dies könnte wie folgt aussehen:

Als Website Link für die Instagram Bio verwenden wir den bei ConvertKit erhaltenen Link zur Landingpage und nutzen den URL-Shortener bit.ly, um diesen kürzer und attraktiver aussehen zu lassen.

Der nächste Schritt ist es, einige Bilder hochzuladen. Für den Anfang reichen 9-12 Bilder [bitte beachte die, dass es anfangs “sauberer” aussieht, wenn die Anzahl der Bilder durch 3 teilbar ist. Dies liegt an Instagram’s Bilder Anordnung.]

Da wir noch keine Produktfotos haben, verwenden wir in unserem Kaffee Beispiel kostenfreie Stock Fotos. Kostenfreie Stock Bilder gibt es unter anderem hier:

Für unser Beispiel könnte der Feed wie folgt aussehen:

Hashtags, welche wir für unsere posts verwenden können, lassen sich ebenfalls sehr schnell mithilfe eines Hashtag-Generators finden.

Alles in allem dauert es nicht lange, um eine Instagram Seite zu erstellen, welche einen ordentlichen ersten Eindruck erweckt.

Kommen wir zu den Marketing-Taktiken.

Schritt 4: Marketing

Das, was wir bisher getan haben, war nur die halbe Miete. 

Um wirklich herauszufinden, ob Interesse an unserem Produkt besteht, müssen wir die Idee unter die Leute bringen.

Doch bevor wir nun losrennen und irgendwie, irgendwas machen, sollten wir uns ein Marketing, beziehungsweise Validations-Ziel setzen.

Bedeutet: Ab wie viel gesammelten E-Mail Adressen innerhalb von 14 Tagen* sehen wir die Validation als geglückt an?

*14 Tage weil die kostenfreie Convertkit Test-Version 14 Tage lang geht.

[Meiner persönlichen Empfehlung nach] Bieten sich 50 E-Mails innerhalb dieses Zeitraums an. Der Grund hierfür liegt darin, dass die meisten deutschen E-Commerce Shops eine (circa) Conversion Rate von 2% haben.

Sollten wir es also schaffen innerhalb von 14 Tagen 50 E-Mails zu sammeln (lediglich 3,5 pro Tag), können wir selbst genug sein, um unser Projekt tatsächlich zu starten.

MARKETING STRATGIE #1: INSTAGRAM KOMMENTARE

Die $1.80 Strategie von Gary Vaynerchuk hat sich als extrem hilfreich erwiesen, um den Ball ins Rollen zu bringen.

Im folgenden Video erkläre ich diese Strategie genauer:

In kurz und auf deutsch: Wir suchen nach relevantem Content/Posts anderer Menschen aus unserer Nische (Kaffee/Dropshipping) mithilfe von Hashtags. Diese haben wir vorab schon mit dem Hashtag-Generator gefunden.

In den Kommentaren unter diesen Posts hinterlassen wir einen Kommentar, welcher sich auf den Post und/oder die Beschreibung des Posts bezieht. Da momentan sehr viele Bots auf Instagram unterwegs sind und jeder zweite Kommentare “hey, great, please send us a message/please follow” beinhaltet (und die meisten User hiervon genervt sind), haben wir sehr hohe Chancen positiv aus der Masse herauszustechen, wenn wir sehr ausführlich auf den tatsächlichen Post reagieren.

Diese Personen werden uns automatisch folgen, da sie interessiert sind an dem, was wir machen. Vorausgesetzt, auch wir zeigen echtes Interesse.

[Denke daran, dass es nicht ums Verkaufen/Spammen geht. Wir, beziehungsweise unsere Marke, soll Teil der Community werden um so Ansehen und Vertrauen aufzubauen.]

Richtig ausgeübt wird uns allein diese Methode bereits mehr als 50 E-Mails innerhalb von 14 Tagen einbringen. [Meiner persönlichen Erfahrung nach] Ein bis zwei Stunden pro Tag für 14 Tage am Stück (muss nicht im Block geschehen) reichen vollkommen aus. Dies sind lediglich (maximal) 28 Stunden Arbeit.

MARKETING STRATEGIE #2: BESTEHENDE KONTAKTE NUTZEN

Wir alle haben bereits Zugang zu etlichen Kontakten:

  • Social Media Bekanntschaften
  • Freunde
  • Familien Mitglieder
  • Vereinsmitglieder

Wir schreiben einfach jede Person, welche potentielles Interesse an unserer Idee haben könnte und fragen, ob wir ihr/ihm unser neues Projekt vorstellen dürfen. Wir wollen an dieser Stelle immer noch nichts verkaufen sondern bitten lediglich um Feedback und ob sie/er die Idee und Landingpage mit anderen teilen könnte.

MARKETING STRATEGIE #3: PARTNERSCHAFTEN MIT MICRO-INFLUENCERN

Jeder betreibt irgendwie Influencer-Marketing und gefühlt hat jeder dritte Instagram User schon einmal Werbung für eine Marke/Online Shop gemacht. Es ist also nichts besonderes mehr.

Normalerweise läuft Influencer-Marketing wie folgt ab:

  • Ein Unternehmen schickt dem Influencer seine Produkte (+ Evtl. Geld)
  • Der Influencer postet das Produkt

In diesem Vorgang steckt weder besonders viel Kreativität noch Mühe drin. Kein Wunder, dass es in den allermeisten Fällen nicht zu den gewünschten Ergebnissen kommt..

Wir gehen das Ganze jedoch anders an. Wir bieten Micro-Influencern (circa 5.000 – 30k Follower) ein “eigenes Produkt” an. Inklusive Gewinnbeteiligung.

Bedeutet im Klartext, dass wir den Namen unserer Partner auf unser Produkt beziehungsweise Verpackung schreiben. Könnte es eine größere Ehre geben?!

Es bietet sich an eine seperate Landingpage mit ConvertKit zu erstellen und dort ein eigens für den Partner angefertigtes Mockup zu verwenden. So kann unser Partner ihren/seinen Link mit ihrem/seinem Publikum teilen und wir können den Erfolg dieser Kampagne messen, da wir mit ConvertKit genau sehen, wie viele Leute sich auf einzelnen Landingpages eingetragen haben.

Wir möchten natürlich, dass unser Partner das Ganze Projekt, beziehungsweise “ihr/sein Produkt” mit ihrem/seinem Publikum teilt. Dies wird in der Regel auch besonders effektiv geschehen, da ein eigenes Produkt viel mehr Emotionen auslöst als irgendein Produkt von irgendeiner Marke.

Um es vertraglich abzusichern, kannst du dieses Muster* der IHK Frankfurt am Main für deine Partnerschaft verwenden.

(*Ich bin kein Anwalt. Dies ist lediglich eine persönliche Empfehlung.)

Wenn du alle 3 Marketing-Aktivitäten jeden Tag für 14 Tage lang durchführst, bin ich mir extrem sicher, dass du weit aus mehr als nur 50 E-Mails sammeln wirst.

Im Idealfall hast du die 50 bereits nach wenigen Tag gesammelt. Wenn dies geschieht, höre bloß nicht auf – du hast unter Umständen etwas wirklich gutes gefunden – bleib am Ball!

Tipp: Wenn du bereits aus der Vergangenheit von dir weisst, dass du Schwierigkeiten dabei hast, über einen längeren Zeitraum motiviert zu bleiben, ist ein konkreter Action Plan sehr hilfreich. Du erstellst dir einfach eine Liste/Tabelle mit 14 Zeilen und trägst dort für jeden Tag eine Aufgabe ein. Ein Template erhältst du auf der Ressourcen Seite für diesen Post hier.

Abschließende Worte

Du siehst; es gar nicht so schwer mit Dropshipping (oder jeder anderen Idee) zu starten ohne auch nur einen Cent ausgeben zu müssen. Aber DAS BESTE an dieser Vorgehensweise ist, dass du bevor du überhaupt einen Online Shop aufgebaut hast WEISST, dass es Leute gibt, die an deinem Projekt tatsächlich interessiert sind.

Während andere Dropshipper Wochen damit verbringen ihren Online Shop aufzubauen und Geld mit Domains, Themes, Facebook Werbung und anderen Dingen zu verbrennen, startest du bedeutend smarter und hast bereits am allerersten Tag deines Businesses schon Personen in deiner E-Mail Liste, denen du mit nur sehr wenig Aufwand bescheid sagen kannst, dass du jetzt bereit bist, ihre Bestellungen anzunehmen! Besser geht’s kaum, oder?

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Über Mich

Hi, ich bin Tim Kock! Bei Smart & Simple Business zeige ich dir, wie einfach es tatsächlich sein kann, ein anständiges Business zu starten.

Du benötigst weder Vorkenntnisse noch besonders viel Kapital. Wenn du rund 30€ für die Anmeldung eines Gewerbes hast und bereit bist, Zeit und Energie in dein Business zu stecken, bist du hier genau richtig.

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